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16.05.2017, 16:43 Uhr | Ingo Senftleben
Erstes Hochwasserschutzforum unter Leitung von Ingo Senftleben
Für die Schwarze Elster und ihre Zuflüsse wurde im vergangen Jahr das Überschwemmungsgebiet rechtsverbindlich festgesetzt. Seitens des Landes Brandenburg soll die Ertüchtigung des Hochwasserschutzes an den Flussläufen in Südbrandenburg in den nächsten Jahren oberste Priorität haben. Viele einzelne Aufgaben stehen dabei an, die zügig und koordiniert zum Wohle der Region umgesetzt werden müssen.
„Hochwasserschutz an der Schwarzen Elster und der Pulsnitz ist und bleibt für die Menschen und Kommunen ein wichtiges Thema. Daher habe ich ein „Hochwasserschutzforum Schwarze Elster“ initiiert, bei dem sich Vertreter der betroffenen Kommunen, der beteiligten Behörden und Mitglieder von Bürgervertretungen in regelmäßigen Abständen beraten und den anstehenden Prozess gemeinsam fachlich begleiten“, erläutert Landtagsabgeordnete Ingo Senftleben.

Bei dem ersten Zusammentreffen, das kürzlich in Lauchhammer stattfand, haben die für den Hochwasserschutz für Brandenburg verantwortlichen Vertreter des Ministeriums für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft und des Landesamt für Umwelt insbesondere die regionalen Maßnahmen für die Städte Ortrand, Ruhland, Schwarzheide und Lauchhammer, den Ausbau der B169 als Hochwasserschutzdeich und die Nutzung der Restloch-Seenkette im Hochwasserfall vorgestellt.
Im Rahmen des Nationalen Hochwasserschutzprogrammes werden bis zum Jahr 2027 mehr als 300 Millionen Euro für die brandenburgischen Projekte zum präventiven Hochwasserschutz zur Verfügung gestellt. So sollen unter anderem mittels gesteuerten Hochwasserrückhalts in Flutungspoldern und durch Deichrückverlegungen entlang der Schwarzen Elster den Flüssen mehr Raum gegeben werden. Dazu wurden eine Fläche von circa 5.900 ha untersucht und 30 Teilprojekte festgelegt. Diese sollen in den kommenden Jahren abschnittsweise umgesetzt werden.
Durch die Nutzung der Restloch-Seenkette wäre im Hochwasserfall zusätzlich ein Wasserabschlag von bis zu 60 Millionen m³ Wasser möglich. Vertiefende Gutachten zu Bewirtschaftungszielen, Niedrigwasserausgleich und Wassergüte sollen bis 2018 erstellt werden, sodass voraussichtlich ab 2019 die Vorplanungen und Abstimmungen mit dem Freistaat Sachsen beginnen können.
Zudem sind die Abstimmungen mit der Straßenbauhörde zur neuen Höhenlinie der B169 zwischen Ruhland und Plessa erfolgt, sodass mit der Realisierung dieses Straßenprojektes der nördliche Bereich, insbesondere die Bebauung von Lauchhammer, vor Hochwasser gesichert werden könnte. Demnächst sollen ausführliche Informationen dazu vorgestellt werden.
Der Hochwasserschutz für Ortrand durch Neubau von Deichen, Spundwänden und Geschiebefang ist vorgeplant und das Planfeststellungsverfahren auf den Weg gebracht. Jedoch müssen vor einem möglichen Baubeginn im Rahmen des laufenden Planfeststellungsverfahrens noch einige Unwägbarkeiten in Ortrand gelöst werden.

„Viele Konfliktlagen insbesondere in der unteren Pulsnitzniederung müssen noch betrachtet und mögliche Lösungsansätze gefunden werden. Zahlreiche Planungs- und Bauvorhaben zum präventiven Hochwasserschutz unserer Region sind erforderlich. Daher werden wir in den nächsten Jahren noch viel zu tun haben“, fasst Ingo Senftleben das 1. Hochwasserschutzforum zusammen. In der nächsten Zusammenkunft im Herbst wird u.a. auch über die Prioritäten der Gewässerunterhaltung an der Schwarzen Elster und ihrer Zuflüsse gesprochen.
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