Junge Union für gutes Landleben
Ostprignitz-Ruppin (hr) - Das erste Treffen der Kreisverbände Ostprignitz-Ruppin und Prignitz der Jungen Union (JU) fand am Freitag in Döllen (Prignitz) statt.
Der dabei verfasste Antrag trägt den Titel „Gemeinsam für einen starken ländlichen Raum“. Der demografische Wandel und die knappen Mittel der öffentlichen Kassen erfordern nach Meinung der JU spezifische und durchgreifende Reformen in allen Lebensbereichen.
Schüler sollen auch im schwach bewohnten Brandenburger Nordwesten die gleichen Bildungschancen wie in stärker strukturierten Regionen haben. Das bedeutet, dass Schulformen auch bei geringer Schülerzahl erhalten werden sollen. So heißt es: „Kleine Klassen müssen erlaubt sein und sind sogar sinnvoll – ist absehbar, dass sich die Schülerzahl stabilisiert, muss eine Schule unbedingt erhalten werden.“ Lange Schulwege sollen vermieden werden. Die Realität sieht indes anders aus. So müssen zum Beispiel Rheinsberger Jugendliche seit Jahren täglich nach Neuruppin fahren, um das Abitur machen zu können.
Bereits in der Sekundarstufe I dürften psychische Erkrankungen von Jugendlichen nicht totgeschwiegen werden. Stattdessen seien mehr Schulpsychologen nötig, welche die Ursachen erkennen und den Lernenden helfen, Bewältigungsstrategien zu entwickeln.
Die derzeitigen Verhältnisse im Gesundheitswesen nennt die JU desaströs. Die Versorgung im ländlichen Raum müsse unbedingt verbessert werden. Dazu heißt es: „Die Vergabe von Stipendien während der Studienzeit, die an eine Niederlassung in der Region gebunden sind, die finanzielle Unterstützung von Jungärzten bei Niederlassung oder Praxisübernahme und die Möglichkeit, auch als Student die Region nicht zu weit hinter sich lassen zu müssen, sind Aufgaben, denen sich das Land und die Kommunen stellen müssen.“ Das andernorts bewährte Gemeindeschwester-Modell sei auch im Land Brandenburg umzusetzen. |