In der Tat! Ingo Senftleben | CDU-Landtagsabgeordneter des Wahlkreises 38
 


   
Pressespiegel
01.09.2010, 10:36 Uhr | Potsdamer Neuste Nachrichten Übersicht | Drucken
Linke wollen Analyse der Reformen

Potsdam - Das schlechte Abschneiden Brandenburgs bei den letzten Bildungsstudien darf nach Ansicht der Linksfraktion nicht zu vorschnellen Aktionismus verführen. „Zunächst sind die Ursachen genau zu analysieren“, sagte die bildungspolitische Sprecherin der Fraktion, Gerrit Große, am Dienstag in Potsdam. „Es ist noch nicht genau hingeguckt worden, wo die liegen“, kritisierte sie bereits avisierte Maßnahmen des Bildungsministeriums. Auch seien die Experten an den Schulen - Lehrer, Fachberater, Schulvisitatoren und Moderatoren - zu wenig einbezogen worden. „Wir sehen den Bedarf, Lehrer Fortbildungen anzubieten“, sagte Große. Genauso wichtig sei es aber, sie von bürokratischen Arbeiten zu entlasten. Auch vorgeschlagene Testverfahren, um permanent die Leistungen der Schüler zu überprüfen, würden nicht viel weiterhelfen. Die rot-rote Koalition werde sich vertragsgemäß weiter auf die bessere individuelle Förderung der Schüler konzentrieren und nicht auf die Verschärfung von Auslese-Tests und Bewertungskriterien.


Die CDU-Landtagsfraktion kündigte an, Bildungsminister Holger Rupprecht (SPD) zu unterstützen, wenn es darum gehe, die Bildungsqualität für die Brandenburger Kinder zu verbessern. Der parlamentarische Geschäftsführer Ingo Senftleben betonte, dass Rot- Rot in der Bildungspolitik bislang nur ideologische Beschlüsse gefasst habe, wie das Schüler-Bafög. Die Fraktion von Bündnis 90/Grüne setzt sich für die Verbesserung des kritisierten Englisch-Unterrichts ein. 50 Vollzeit-Lehrerstellen sollten dafür geschaffen werden,forderte die stellvertretende Fraktionsvorsitzende, Marie Luise von Halem. Vor der Wende habe fast jeder Erstklässler mit Hilfe seiner Fibel bis Weihnachten große und kleine Buchstaben unterscheiden, Wörter lesen und auch schreiben können, erinnerte die Linkspolitikerin Große. Heute werde nach einer anderen Methodik unterrichtet, die mehr die Lust am Schreiben in den Vordergrund stelle als Orthografie. „Es muss genau untersucht werden, was wirklich Erfolg bringt.“ Zu DDR-Zeiten erhielten Schüler der 5. Klassen laut Große acht Stunden Deutschunterricht in der Woche, heute seien es nur noch fünf. „Da kann nicht ausreichend geübt werden.“ Auch die Vergabe von Kopfnoten für Betragen und Ordnung oder mehr Diktate führten nicht zu besseren Leistungen der Schüler

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